Spurensuche 2026-Expedition
Erneut sind seit dem Pfingstwochenende sechs Teilnehmer mit der Unterstützung vom iceploration e.V. auf dem grönländischen Eisschild unterwegs. Ihr Ziel: Die Wiederholung der Traverse auf den Spuren von Alfred de Quervain von 1912, wobei die Originalrichtung von West- nach Ostgrönland gewählt wurde. Mit im Gepäck zur Erfassung geodätischer sowie glaziologischer Messwerte: Ein Trimble GNSS-Empfänger R980 – ein Sponsoring der AllTerra Deutschland.
Start für die Expedition ins ewige Eis: Sonntag, der 24.05.2026. Per Helikopter wurden die Teilnehmer zum Stober-Feld gebracht, das am nächsten Tag umfassend vermessen wurde. An insgesamt 48 Messpunkten wurden die Schneetiefe und die Stärke der Eisschicht bestimmt.
Der GNSS-Empfänger wird jedoch nicht nur für die Vermessung des Geländes eingesetzt, sondern zeichnet während der gesamten Grönlandquerung kontinuierlich alle verfügbaren Satellitendaten auf. Damit kann im Anschluss der Expedition die genaue Position und Höhe auf dem Gletschereis entlang der Traverse bestimmt werden.
Diese dienen im Vergleich zu Daten bisheriger Expeditionen zur Bestimmung der Veränderungen der Gletschereishöhen und somit der Bestimmung des Einflusses der globalen Klimaerwärmung auf die Gletscher. Die ermittelten exakten Höhen dienen zusätzlich als Referenz für Radarmessungen von Satelliten, welche permanent die Erde aus erdnahen Umlaufbahnen vermessen. Die Auswertung der Daten erfolgt an verschiedenen europäischen Hochschulen und Universitäten.